
Die Lücke im Album
Wie ich die Geschichte meiner nichtjüdisch-jüdischen Familie in der NS-Zeit entdeckte
Von Christine Bücher
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Nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich über Täter und Opfer, Mitläufer und Verweigerer, Vertriebene und Heimkehrer, Verlorene und Vergessene der Mantel des Schweigens. Es schien, als hätte man wortlos die Vereinbarung getroffen, über das, was zwölf Jahre lang war, nicht mehr zu sprechen.
Eine Beerdigung wird für die Autorin zum Anlass, der unbekannten Geschichte des Nationalsozialismus in ihrer Familie nachzugehen. Sie entdeckt, dass ihre Großväter wie Millionen andere Deutsche kurz nach der Machtübertragung freiwillig in die NSDAP eintraten. Nach dem Krieg heiratete ihr Onkel, der als Wehrmachtssoldat an der Ostfront gekämpft hatte, eine Frau mit
jüdischen Wurzeln. Viele ihrer Verwandten waren im Holocaust ermordet worden.
Das Buch weist über die eigene Familiengeschichte hinaus. Es zeigt, welche Spuren die Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts bis heute in Familien hinterlässt.
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 19.05.2025
- Umfang
- 184 Seiten, mit Abbildungen
- ISBN (kartoniert)
- 978-3-402-25147-8
- ISBN (E-Book)
- 978-3-402-25148-5
- Verlag
- Wissenschaft und Forschung



