Cover: Kinderbetreuung in der ersten Lebensphase zwischen Familie, Kirche und Staat

Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche · Band 43

Kinderbetreuung in der ersten Lebensphase zwischen Familie, Kirche und Staat

Hrsg. von Burkhard Kämper, Hans-Werner Thönnes

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UmfangXI und 181 Seiten
Erschienen2009
Formatkartoniert

In der aktuellen politischen Diskussion nimmt die Betreuung von Kindern vor Eintritt in den Kindergarten einen breiten Raum ein. Verschiedene politische Maßnahmen belegen die Bemühungen der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf spürbar zu verbessern und damit zugleich dem demographischen Abwärtstrend entgegenzuwirken.

Auch wenn eine weitgehende Übereinkunft besteht, dass die Gesellschaft familienfreundlicher werden muss und sich die Rahmenbedingungen für Familien verbessern müssen, bleiben doch verschiedene Fragen offen:

– Wann ist eine Gesellschaft familienfreundlich?
– Bedarf es hierzu einer Ausweitung außerfamiliärer Betreuungsangebote oder sollten Familien eher in die Lage versetzt werden, dass Eltern sich zumindest in der ersten Lebensphase selbst ihren Kindern zuwenden können?
– Von welchem Familienbild geht das Grundgesetz aus?
– Welche Erwartungen gibt es in diesem Bereich an die Kirchen?

Mit diesen Fragen befasste sich das 43. Essener Gespräch unter der Überschrift „Kinderbetreuung in der ersten Lebensphase zwischen Familie, Kirche und Staatö.

Die Vorträge näherten sich der Thematik aus unterschiedlichen Disziplinen. Nach einer verfassungsrechtlichen Einführung zur staatlichen Unterstützung der elterlichen Erziehung erfolgte eine sozialethische Betrachtung der Rolle der Familie. Zum Abschluss wurde seitens eines Vertreters des Fachministeriums die Kleinkindbetreuung in der Familienpolitik der Bundesregierung dargestellt.

Im Rahmen der Aussprache wurde unter anderem das Verhältnis des elterlichen Erziehungsrechtes und des staatlichen Wächteramtes erörtert. Ein Teil der Diskussion widmete sich der Frage, ob den Eltern denn eine tatsächliche Wahlfreiheit zwischen außerfamiliären Betreuungsangeboten und der eigenen erzieherischen Wahrnehmung im familiären Bereich eröffnet wird. Weitere Themen waren unter anderem die Integration von Kindern aus anderen Kulturkreisen, das Familienwahlrecht sowie Finanzierungsfragen im Bereich der frühkindlichen Förderung.

Als Fazit des 43. Essener Gesprächs kann das Plädoyer eines Referenten gelten, nicht ständig, die im Umfeld von Familien bestehenden Probleme zu betonen, sondern die Familie in erster Linie als einen Raum der Persönlichkeitsentfaltung in den Vordergrund zu stellen.

Bibliographische Angaben

Auflage
1. Auflage
Erscheinungsdatum
27.02.2009
Umfang
XI und 181 Seiten
ISBN (kartoniert)
978-3-402-10561-0
Verlag
Wissenschaft und Forschung

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