
Glaube und Gesellschaft · Band 11
Erneuerung als Gabe und Aufgabe
Beiträge zur Zukunft von Theologie und Kirche
Hrsg. von Walter Dürr, Margareta Gruber, Karl Pinggéra, Nicolas Matter
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„Kaum sind noch die Gestade sichtbar, von denen ich kamà“ (Sturm, Vilma. Barfuss auf Asphalt. Ein unordentlicher Lebenslauf. München: Kiepenheuer & Witsch, 1981. S. 327.) so beschreibt die Kölner Journalistin Vilma Sturm in ihrem autobiographischen Werk den Ablöseprozess, der sich über die vielen Jahre ihres Lebens an ihr vollzogen hat. Es ist das Zeugnis einer religiösen Entheimatung, die Realisierung des Plausibilitätsverlustes traditioneller Glaubensüberzeugungen und damit auch der Glaubenspraxis, die so viele Menschen in den letzten 60 Jahren selbst erlebt haben. Denn während sich der Verlust traditionell christlicher Selbstverständlichkeiten bereits vor 200 Jahren in den Kreisen der Dichter und Denker angezeigt hatte, scheint dieser nunmehr breit gefächert in der Gesamtbevölkerung angekommen zu sein. Die Antworten auf diesen Säkularisierungsprozess im Westen sind dabei äußerst divers und gehen von traditionalistisch-reaktionärer Abschottung über resignierte Gleichgültigkeit bis hin zu fröhlicher Annahme.
Etwas aber scheint sicher zu sein: Durch den Verlust religiöser Selbstverständlichkeiten ist die Glaubensexistenz brüchiger geworden. Wie antworten die Kirchen (als institutionalisierte Glaubensgemeinschaften) auf diesen Traditions- und Plausibilitätsverlust? Wie könnte der christliche Glaube im 21. Jahrhundert aussehen?
Bibliographische Angaben
- Reihe
- Glaube und Gesellschaft, Band 11 (2021)
- Auflage
- 1. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 18.12.2021
- Umfang
- XVI und 470 Seiten
- ISBN (gebunden)
- 978-3-402-12265-5
- Verlag
- Wissenschaft und Forschung








