Cover: ‚Götter in Gottes Hand‘

Jahrbuch für Antike und Christentum. Ergänzungsbände. Kleine Reihe · Band 15

‚Götter in Gottes Hand‘

Die Darstellung zeitgenössischer Kaiser bei Gregor von Nazianz

Von Notker Baumann

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Umfang472 Seiten
Erschienen2018
Formatgebunden

éSeid Götter – aber in Gottes Hand!‘ Mahnend wendet sich der fünfzigjährige Gregor von Nazianz in einer Predigt an die Herrscher des Römischen Reiches. Bis zu seinem Tod (um 390) hat er bewusst und aufmerksam fünf (ost-)römische Kaiser miterlebt, während das zunächst erlaubt ausgeübte Christentum unterdessen zur Staatsreligion wird: Constantius II., Julian, Jovian, Valens und Theodosius I.
Die vorliegende Studie zeichnet die Bilder der religiös völlig unterschiedlichen Regenten im Spiegel der Schriften dieses christlichen Autors nach. Sie verdeutlicht, welche Anforderungen Gregor an die Kaiser stellt, wie er sie und ihr Handeln bewertet. Urteile paganer und christlicher Zeitgenossen (wie etwa von Ammianus Marcellinus, Libanius oder Ephräm) profilieren seine Sichtweise.
Dabei gewinnt Gregor selbst an Kontur: Seine Perspektivität und eigene Intentionen treten offen zutage. Durch seine Kaiserporträts und ihre biographische Verortung, der diese Untersuchung nachgeht, verrät Gregor viel über seine Persönlichkeit und seine theologische Entfaltung.
Schließlich erfährt die Qualität seiner Kaiserdarstellungen eine Einschätzung aus der Sicht historischer Wissenschaft. Den offenen theologischen Entwicklungsprozess unter Constantius II. lässt die Analyse ebenso klar erkennen wie die Angemessenheit einer christlicherseits nüchternen Beurteilung des Theodosius. Doch besteht die Aporie historischer Darstellungen fort: Sie bleiben ad interim.

Bibliographische Angaben

Auflage
1. Auflage
Erscheinungsdatum
26.07.2018
Umfang
472 Seiten
ISBN (gebunden)
978-3-402-10922-9
Verlag
Wissenschaft und Forschung
Maße
17 × 24 cm

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