
Westfalia Sacra · Band 17
Radius in manu Dei
Ethos und Bioethik in Werk und Rezeption des Anatomen Niels Stensen (1638-1686)
Von Frank Sobiech
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Der dänische Anatom Niels Stensen (1638–1686), als erster moderner Naturwissenschaftler 1988 in Rom seliggesprochen, lieferte zur sog. Wissenschaftlichen Revolution der Frühen Neuzeit wesentliche Beiträge. Er war es, der im Bereich der menschlichen Fortpflanzung als erster die Funktion des damals noch als Testes bezeichneten weiblichen Ovariums aufwies. In Kopenhagen, wo Stensen 1673 am universitären Hebammenexamen mitwirkte, beschloss er seine Laufbahn als Wissenschaftler mit der Schausektion einer Frauenleiche. Vorliegende Studie eruiert die medizinethischen und theologischen Implikationen der in der „Medizinerrepublik“ seiner Zeit kontextualisierten Forschung Stensens und deren bis heute andauernder Rezeption. Trotz zeitlicher Distanz halten Person und Werk dieses demütigen und umsichtigen Wissenschaftlers für die Frage nach Wesen und Sinn des medizinischen Berufsethos und den Grundlagen der Bioethik grundlegende Antworten bereit.
Bibliographische Angaben
- Reihe
- Westfalia Sacra, Band 17 (2014)
- Auflage
- 2. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 25.09.2014
- Umfang
- 242 Seiten
- ISBN (gebunden)
- 978-3-402-15496-0
- Verlag
- Wissenschaft und Forschung
- Maße
- 15,5 × 23 cm









