
Quellen und Abhandlungen zur Mittelrheinischen Kirchengeschichte · Band 144
Seelsorge als Milieumanagement
Dechant Dr. Johann Ludger Schlich und der Katholizismus an der Saar zwischen 1913 und 1935
Von Frederik Simon
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Priester im katholischen Milieu bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts sakral überhöhte und dominante Figuren als Seelsorger, Leiter von Vereinen, Politiker, Publizisten und Schriftsteller. Passt das wirklich zusammen und wie gelingt der Spagat zwischen weltentrücktem asketisch frommen Gnadenmittler und dem dynamischen Manager des Milieus? Diesen Fragen spürt dieser Band im Blick auf den Saarbrücker Pfarrer und Dechant Johann Ludger Schlich (1913–1935) nach, eine Schlüsselfigur im Katholizismus an der Saar zwischen I. Weltkrieg, Völkerbundsverwaltung und Wiedereingliederung in das Deutschland unter Hitlers Herrschaft im März 1935. Behandelt werden Schlichs Wirken auf Ebene der Pfarrei, des Dekanats, des Bistums Trier, als Abgeordneter im Saarbrücker Stadtrat, als Hauptmatador der von ihm mitgegründeten katholischen Druckerei in Saarbrücken und als geistlicher Schriftsteller. Eindrücklich geschildert wird auch die Auseinandersetzung dieser kantigen Persönlichkeit mit den Nationalsozialisten an der Saar.
Bibliographische Angaben
- Reihe
- Quellen und Abhandlungen zur Mittelrheinischen Kirchengeschichte, Band 144 (2021)
- Auflage
- 1. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 10.12.2020
- Umfang
- 541 Seiten
- ISBN (gebunden)
- 978-3-402-15956-9
- Verlag
- Wissenschaft und Forschung













