
Orbis antiquus · Band 57
Heimliche Nachtaktionen in der Thebais des Statius
Von Konstantin Ameis
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Einige der zentralen Ereignisse in der Thebais des Statius (1. Jh. n. Chr.) geschehen heimlich bei Nacht. Dazu zählen nicht nur Überfälle, die den Bruder- bzw. Bürgerkrieg um Theben vorantreiben, sondern auch heimliche Taten im Zeichen der pietas, die sich gegen die Auswüchse des in der Thebais allgegenwärtigen nefas richten. Die große Zahl, der Umfang und die thematische Bandbreite dieser Passagen sind bemerkenswert, denn schließlich stellen heimliche Nachtaktionen in den anderen antiken Epen meist Ausnahmen dar und dienen vornehmlich militärischen Zwecken.
Diese Studie untersucht die Bedeutung der heimlichen Nachtaktionen in der Thebais. Sie zeigt auf, dass die spezifische Ausprägung dieser epischen Bauform mit der besonderen Thematik des Epos korrespondiert: Zentrale Aspekte wie die Auswirkungen des Bürgerkrieges auf die Menschlichkeit der Akteure und Akteurinnen, die Auflösung von Geschlechtergrenzen, die Einflussnahme der Unter- auf die Oberwelt und die Frage nach der Vermittlung von Ruhm im Kontext eines verhängnisvollen Konflikts werden in den heimlichen Nachtaktionen besonders akzentuiert.
Bibliographische Angaben
- Reihe
- Orbis antiquus, Band 57 (2022)
- Auflage
- 1. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 22.02.2022
- Umfang
- 408 Seiten
- ISBN (kartoniert)
- 978-3-402-14469-5
- Verlag
- Wissenschaft und Forschung
- Maße
- 15,5 × 23 cm








